Dienstag, 7. Juli 2009

Südtirol spendet 2000 BiBiBags! - South Tyrol donates 2.000 BiBiBags!

Eine erfreuliche Nachricht:
Vor kurzem hat die autonome Provinz Südtirol den Antrag zur Unterstützung des BiBiBag Projekts akzeptiert und finanziert nun die Produktion von 2.000 Schultaschen für burmesische Flüchtlinge.
A pleasant announcement:
Recently the autonomic province of South Tyrol accepted the support of the BiBiBag project. That means that the production of 2.000 school bags is financially secure and can start to provide burmese refugee kids with water repellant school bags.

Donnerstag, 26. Februar 2009

BiBiBag auf ORF „Südtriol Heute“ - Telecast BiBiBag on ORF „Südtriol Heute“

Der Beitrag „Design goes Burma berichtet über das „BiBiBag Schulranzenprojekt für burmesische Flüchtlingskinder, welches Max Stürzer mit der Südtiroler Hilfsorganisation Helfen ohne Grenzen entwickelt hat und durchführt.
Der kurzer Fernsehbeitrag wurde am 25.11.2008 um 19 Uhr auf ORF „Südtirol Heute ausgestrahlt.


This Telecast design goes burma shows a short report about the school bag project BiBiBag for burmese refugee kids, which Max Stürzer developed together with the italian/South Tyrollean NGO Help Without frontiers.
The telecast was shown on the 25th of november 2008 at 7pm on the austrian channel ORF „Südtirol Heute.

Sonntag, 8. Februar 2009

Der Baby BiBiBag ist da – The brand new baby BiBiBag


Heute wurde der Baby BiBiBag fertig! – Der Schulranzen ist im selben Designkonzept wie sein großer Bruder gestaltet und besteht aus den selben fünf Grundmaterialien: LKW-Plane, Bambus, Schnur, Rucksackband und Fairtrade-Baumwolle (Gewebt von Frauen in den Flüchtlingslagern). Von der Größe her ist er für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter geschaffen. In das Innenfach passen die nötigen Schulbücher im maximalen Format von DIN A4 und das Essen sowie Trinken wird in der dafür vorgesehenen Aussentasche untergebracht. So gibt es keine ungewollte Vereinigung von Curry und dem Schreibpapier. Bisher gibt es den Baby BiBiBag nur als Prototyp. Damit der kleine Schulranzen in Produktion gehen kann, werden noch Sponsoren gesucht.
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Wer Interesse hat dieses Projekt zu unterstützen, der/die wende sich bitte an „Helfen ohne Grenzen“.

Today the baby BiBiBag was born! – The schoolbag is developed in the same design concept as his his brother and is made out of the same five basic materials: Truck tarpaulin, Bamboo, String, Backpack straps and fairtrade cotton canvas. (Woven by women in the refugee camps). Regarding the size, the baby BiBiBag is made for kids in the age of nursery- and primary school. In the inner pocket fit the school and exercise books up to DIN A 4 and the food carrier as well as the drinking bottle is put in the outside pocket. Thus there won't be any unmeant meeting between the curry and the writing paper. Until now the baby BiBiBag exists only as a prototyp. To get the production started we need some sponsors.
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Montag, 2. Februar 2009

Ankunft der Materialien – Arrival of the materials




Heute sind die letzten Bestellungen aus Bangkok angekommen. Mitunter sind zwei neue Nähmaschinen, drei große Rollen LKW-Plane, viele Meter Rucksackband und genug Klettverschluss, dass man eine ganze Fußballmannschaft auf den Boden fixieren könnte. 
Zunächst haben wir die nun insgesamt drei Maschinen in die Werkstatt integriert und für Platz gesorgt für die etwa 150 kg PVC-Folien. In den nächsten Tagen geht es los mit der Produktion von 200 Schulranzen. Diese werden aufgeteilt in gelb und blau für Flüchtlinge in Thailand und dunkelgrün für die IDPs in Burma. Dazu kommt noch die Weiterentwicklung des BB-Bags, welche man dann vielleicht als Baby-BB-Bag bezeichnen könnte. Dabei handelt es sich um das selbe Schulranzen Konzept, doch ist es von der Größe und der Ergonomie auf Kindergarten und Grundschüler ausgelegt.

Today the last orders from Bangkok have arrived. In between the two new sewing machines, there are three big roles of truck tarpaulin and enough hook-and-loop fastener to fix a soccer team on the ground. 
First of all we integrated the nowadays three school bag sewing machines in the workshop and made place for the 300 pounds of PVC-canvas. In the next days we'll start the production of 200 school bags. There'll be divided in yellow and blue for the refugees on the thai side and dark green for the IDPs inside Burma. Furthermore there'll be a new design of the BB-bag, which could be called Baby-BB-bag. It's basically the same school bag concept, but the size and the ergonomic is designed for students of nursery school and primary school.  

Donnerstag, 29. Januar 2009

Spielplätze für Flüchtlinge - Playgrounds for refugees


Der Australier Marcus Veerman baut mit der Hilfe von vielen freiwilligen Helfern aus der ganzen Welt Spielplätze für Flüchtlingsschulen rund um Mae Sot. Hier ein kleiner Eindruck …

The Australian Marcus Veerman builds together with the help of many volunteers from all around the world playgrounds at refugee schools around Mae Sot. Here you can get a little impression …

Freitag, 16. Januar 2009

Trip Nr. 3


Seit dem 14. Januar bin ich wieder zurück in Mae Sot. Die Aufgabe für diesen Aufenthalt ist es, die Produktion de Schulranzen auszubauen. Die Testserie von 20 Stück haben wir bereits beendet und nun benutzen wir unser kleines Budget um die nächste Serie mit 200 Stück zu starten. Dafür bestellen wir die Materialien (PVC-Gewebe, PP-Bänder, Schnur, etc.) zu Großmarktpreisen in Bangkok und es wird seine Zeit brauchen, das die Leute aus dem Flüchtlingsdorf den Bambus für diese große Anzahl von Schulranzen schneiden werden. 
Ich werde Mae Sot am 8. Februar 2009 verlassen und das ist voraussichtlich mein letzter Aufenthalt für die nächste Zeit.  
 
Since the 14th of january I'm back in Mae Sot. The task for this stay is to improve the production of the school bags. We finished the testing serie with 20 bags and now we're using our little budget to produce the first serie of 200 pieces. Therefore we need to order the wholesale materials (PVC-Canvas, PP-straps, strings etc.) from Bangkok and it'll take its time for the people from the refugee village to cut bamboo for this huge amount of bags.
I will leave Mae Sot on the 8th of february 2009 and this will be my last stay for the next time. 

Montag, 1. Dezember 2008

Benefizkonzert & Vortrag an der FUB - charity concert & presentation at the Free University of Bolzano

In der letzten Novemberwoche fanden in Bozen zwei wichtige Veranstaltungen für das BiBiBag-Projekt statt. Zum einem sang der bekannte Bozner Chor „Flatcaps“ ein Benefizkonzert in der Franziskanerkirche in Bozen. Das Konzert war ein echter Erfolg und die Barspenden waren auch erfreulich hoch. Die kalten Kirchenbänke waren voll besetzt und die Leute waren nicht nur an der Musik sondern auch an den Präsentation von Benno Röggla über „Helfen ohne Grenzen“ und Max Stürzer über das BiBiBag-Projekt interessiert.
Am 25. November hielten ebenso Benno Röggla und Max Stürzer einen Vortrag in den Räumlichkeiten der Freien Universität Bozen wozu der Dekan der Fakultät für Design und Künste Kuno Prey einleitende Worte sprach.

In the last week of november have been two important events for the BiBiBag project. First there was a charity concert. The well known choir of Bolzano „Flatcaps“ sang for burmese refugee kids in the Franziskaner church in Bolzano. The evening was a real success and the cash donations were pleasantly high. All the cold church benches were taken and the people ware not just interested in music but also in the presentation of Benno Röggla about „Help Without Frontiers“ and Max Stürzer abou the BiBiBag project.
On the 25th of november they held also a more detailed presentation in the Free University of Bolzano, where the dean of the Faculty of Design and Art Kuno Prey gave a little speech as well.

Dienstag, 25. November 2008

TV-Sendung auf ORF – TV telecast on ORF



Heute Abend Dienstag 25.11.2008 wird um 18:30 h auf ORF 2 – „Südtirol Heute“ ein kurzer Beitrag über das Schulranzenprojekt gesendet. Eine Stunde später, also um 19:00 h ist er auch auf ORF 1 – „Südtirol Heute“ zu sehen.

In der Südtiroler Zeitung Alto Adige vom 23.11.2008 ist eine Vorankündigung auf die Veranstaltung in der Uni Bozen veröffentlicht. Hier geht es zum Zeitungsartikel…

This evening on tuesday 25.11.2008 there'll be a telecast about the schoolbag programm: 
You can see it at 18:30 h on ORF 2 and at 19:30 h on ORF 1 „Südtirol Heute“

The south tyrolian newspapar Alto Adige showed at little articel about the presentation in the university of Bolzano. Here you can have a look at the articel… 


Mittwoch, 19. November 2008

Vortrag an der Freien Universität Bozen – Presentation at the Free University of Bolzano


25.11.2008, 19:00 h

Max Stürzer & Benno Röggla (Helfen ohne Grenzen) berichten über die Situation der Flüchtlinge, 
die Projekte an der burmesisch-thailändischen Grenze 
und die ersten Schritte einer Testserie von Schulranzen für Flüchtlingskinder aus Burma. 
Einladung von Helfen ohne Grenzen

Max Stürzer & Benno Röggla (Aiutare senza Confini) raccontano la situazione dei profughi, 
i progetti al confine e l'avvio della produzione di cartelle scolatiche per bambini profughi birmani.

Max Stürzer & Benno Roeggla (Help without Frontiers) talk about the Situation of the refugees, 
the projects at the thai-burma-border and the first steps of a testing serie of schoolbags for refugeekids from Burma. 

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Start für die Testserie – Start for the testing serie


Die Zeit für meinen zweiten Aufenthalt in Mae Sot ist abgelaufen. Das gesetzte Ziel ist erreicht. Zusammen haben wir eine kleine Werkstatt aufgebaut, die eine Testserie von 20 Stück produzieren kann. Ich habe Pi Wad, der Leiterin der Nähwerkstatt, Amaung dem burmesischen Nähtrainer und Ann, der Leiterin (Koordinator von Helfen ohne Grenzen-Thailand) Schritt für Schritt beigebracht, wie der Schulranzen zugeschnitten und vernäht wird. Weiters brachte ich ihnen bei wie man den Bambus schneidet, zurecht schleift und die Löcher einbohrt. Zum Abschluss werden die Bambusleisten, die sich im Inneren des Schulranzens befinden, mit einer Schutzlackschicht behandelt, damit die Feuchtigkeit dem geschnittenen Bambus nicht so schnell was anhaben kann.
Auf dem Foto ist das Nähteam mit den ersten Schulranzen zu sehen. 

The time of my second stay in Mae Sot is over now. The target is reached. We built up together a little workshop which can produce the first testing serie of 20 schoolbags. I taught to Pi Wad, the manager of the sewing workshop, Amaung the burmese sewing trainer and Ann (coordinator of Help without friontiers - thailand) step by step, how the schoolbag become cut and sewed together. Furthermore I showed them how to cut and sand the bamboo and how to drill the holes inside it. At the end the bamboostick become treated with lacker so that the humidity can't affect it to fast. 
On the picture you can see the workshop team with the first schoolbags. 

Dienstag, 28. Oktober 2008

Fotoshooting Nr. 2


Vergangene Woche hatten wir wieder ein Fotoshooting. Dieses Mal wurden die Schulranzen sowie die neuen Schuluniformen, welche vom Helfen ohne Grenzen Team genäht wurden, fotografiert. Dank der Stickmaschine ist es sogar möglich ein Emblem sowie den Schulnamen auf den Hemden anzubringen. Die Kinder waren begeistert eine echte Schuluniform, sowie es in Thailand eben üblich ist, tragen zu dürfen. 

Last week we had again a fotoshooting. This time we took pictures of the schoolbag and also of the new school uniform, which had been sewed by the Help without Frontiers team. Thank to the stiching machine it's possible to put a emblem and also the school name on the shirts. The kids have been excited that they could were a real schooluniform like it is common in Thailand.

Montag, 27. Oktober 2008

Low–Budget–Design


Eine Werkstatt kostet Geld.Da eine NGO (Non-Profit-Organisation) sparen muss wo sie kann, hatte Ann eine geniale Idee. Dazu besorgten wir zwei Holzpaletten zu je 20 Bath (ca. 0,46 €) im Baumarkt und ich bekam die Aufgabe ein Low Budget Design entstehen zu lassen. Für eine Werksatt braucht es mindestens ein anständiges Regal sowie eine Werkbank wo Schleifmaschine und Schraubstock stehen können. 

A workshop costs money. An NGO doesn't have always that much money for everything, so Ann had a very clever idea. Therefore we got a pair of wooden pallets for each 20 bath (approx. 0,46 €) and I got the task to create some low budget design. In a schoolbag sewing workshop you need at least a proper rack and also a workbench for the sanding machine and the plainvise.


Donnerstag, 23. Oktober 2008

Bastelunterricht – Sewingtraining


Damit Helfen ohne Grenzen die Produktion der Schulranzen übernehmen kann ist es notwendig, dass die Kompetenz übergeht in Performanz. Das heisst das Team vom Sewing Workshop muss mein Wissen über die Materialien und Verarbeitungsmethoden mitgeteilt bekommen. Dazu begann ich diese Woche die zwei Thailänderinnen Pi Ann und Pi Wad sowie den burmesischen Schneider Amaung (Welcher nur burmesisch spricht!) in den einzelnen Produktionsschritten zu unterrichten. 
Bilder von oben nach unten:
Pi Ann und Max berechnen die Zuschnittsmaße, Amaung und Pi Wad beim schneiden, und Ann macht ihre ersten Nähversuche an der großen Industrienähmaschine.

To get the production of the schoolbags adopted by Help Without frontiers it's neccessary that competence becames performance. This means that the sewing workshop team needs to assume my knowledge about materials and techniques of production. Therefore I started this week to teach the two thai woman Pi Ann and Pi Wad and the burmese Taylor Amaung (By the way, who speaks only burmese) in all the different steps of production.
The images from top to bottom:
Pi Ann and Max are calculating the cutting messurements, Amaung and Pi Wad at the cutting, and Ann makes her first experiences with the big induriel sewing machine.

Samstag, 18. Oktober 2008

Handarbeit – Handicraft


Letzte Woche haben wir das ca. 20 Fahrminuten von Mae Sot entfernte Flüchtlingsdorf Doi Hin Kiu besucht. HoG unterstützt dort die Schule P'Yang Daung. Das Dorf ist auf Klostergebiet angesiedelt und daher sind die Flüchtlinge vor der Thailändischen Polizei, die sie wegschicken könnte, sicher. Chaung Ku kennt dort einen alten Karen, welcher sehr geschickt Bambus verarbeiten kann. Wir brachten die Schultasche vorbei und bestellten Bambusleisten für ca. 10 Taschen. 
Ziel ist es den handgeschnitzten Bambus mit dem industriell hergestellten Bambus zu vergleichen. Was sind die wesentlichen Unterschiede der verschiedenen Produktionsverfahren? 
Natürlich ist es das Ziel, die Bambusleisten ausschließlich von Flüchtlingen herstellen zu lassen, da somit ja das Konzept „Flüchtlinge helfen Flüchtlingen“ erhalten bleiben kann. Doch können wir nicht ausschließen, dass vor allem bei der Herstellung der Testserie gewisse Produktionsschritte konventionell umgesetzt werden müssen. 

Last week we visited the refugee village Doi Hin Kiu, which is about 20 min by car from Mae Sot. HWF supports the school P'Yang Daung. The village is settled on the land of the monastery and that’s why the Thai police cannot send the refugees away. Chaung Ku knows an old Karen who knows very well how to work with bamboo. We brought over the schoolbag and ordered bamboo for more than ten bags. 
We’d like to compare hand cut bamboo with the industrial one. What are the main differences between these two different production processes regarding the quality? 
Of course it’s our aim to let the bamboo be produced just by refugees, so that the concept “refugees help refugees“ can remain. Though we cannot avoid to try some conventional steps of production for realizing the testing series. 

Dienstag, 14. Oktober 2008

Veränderungen in Mae Sot - Changes in Mae Sot

Seit 10. Oktober bin ich in Mae Sot, Hauptsitz von HoG (Helfen ohne Grenzen). Wie beim letzten Mal wohne ich in einem der beiden Räume im ersten Stock oberhalb des Office. Vorteil dieser Unterkunft ist, dass ich direkt am Geschehen bin. Wenn ich morgens aufstehe ist meist das Haus schon in voller Aktion. Inzwischen tummeln sich fünf fest Angestellte im Hause HoG-Thailand. Ein Büro voller Frauenpower! Hinzugekommen sind zwei thailändische Assistentinnen für die Buchhaltung und Management für Chaung Ku (Karen-Flüchtling) und Ann, welche vor 4 Monaten ihr Baby bekommen hat. Das hält sie aber nicht davon ab weiterhin mit vollem Elan zu arbeiten. Weiters konnte ich erwähnenswerte Veränderungen feststellen. 
Das Projekt der Schulküche, was damals im vergangenen März noch in den Kinderschuhen steckte, läuft inzwischen auf Hochtouren. Jeden Tag bereiten Flüchtlinge Essen für ca. 1600 Schüler der verschiedenen Flüchtlingsschulen zu. Ein großer organisatorischer Aufwand für dessen Leitung HoG eine weitere Thailänderin angestellt hat, die sich um den Einkauf und die Buchhaltung kümmert. Zur Küche gehört eine Wasserfilteranlage die HoG gekauft hat und seit daher die Schulen ebenso mit sauberem Trinkwasser versorgen kann ohne es von thailändischen Firmen kaufen zu müssen. Die Filteranlage wird ebenso von Flüchtlingen betrieben und in Stand gehalten.
Im selben Gebäude der Küche befindet sich in einem großen Nebenraum die Nähwerkstatt („Sewing Workshop“) für Schuluniformen in welcher vier Flüchtlinge arbeiten. Die Werkstatt läuft unter der Leitung von Pi Wat, eine ebenso sehr begabte Thailänderin die  neben der Werkstattleitung auch um den Einkauf der Materialien, Buchhaltung sowie die Benutzung der Stickmaschine kümmert.
Die Schulküche, die Filteranlage und die Nähwerkstatt erfüllen den Zweck einer so genannten Incomegeneration (wörtlich aus dem eng. >Einkommensgenerierung). Unterm Strich handelt es sich hierbei um eine sinnvolle Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zugunsten der Flüchtlinge. Dahinter steckt dasselbe Konzept wie beim Schulranzenprojekt: Flüchtlinge helfen Flüchtlingen. 
Diese Woche habe ich in der Werksatt meinen Schulranzen vorbeigebracht und mit Übersetzung von Chaung Ku den Nähern das Projekt erklärt. Erfreulicherweise bin ich auf gute Resonanz und Optimismus gestoßen. Zwar ist die Nähwerkstatt ausgelastet und momentan haben sie wenig Zeit, da bis zum Ende der Woche der Rest der 300 Schuluniformen, zugeschnitten, vernäht und bestickt werden müssen, was für fünf Leute eine Menge Arbeit ist. Doch wenn ich so die Arbeitsstimmung mitbekomme, das lockere Lachen der dort arbeitenden Menschen erlebe, sehe ich keinen Grund, warum sie diese Produktion nicht zeitgemäß erfüllen können sollten.
Um das Projekt „Schulranzen“ verwirklichen zu können benötigen wir eine spezielle Nähmaschine welche dicke Materialien wie PVC-Folie vernähen kann. Heute Nachmittag bin ich, wie immer mit Übersetzerin, in eine Werkstatt am Rande von Mae Sot gefahren, die gebrauchte Industrienähmaschinen ausschlachtet und wieder zusammenbaut. Dort wurden wir fündig. Nun dauert es ein paar Tage bis das Gerät abhol- und einsatzbereit sein wird. Dazu kommen noch weitere Anschaffungen wie eine kleine Bandschleifmaschine und eine Säge für den Bambus.
 
Die Bilder rechts zeigen einen Einblick in die Schulküche, eine Flüchtlingsfrau beim Nähen und eine potenziell geeignete Nähmaschine.   
 
Since 10th October I’m in Mae Sot, Headquarter of HWF (Help without frontiers). Like the last time I live in one of the two rooms over the office. The advantage of this host is the possibility to be as close as possible at what is happening. Mostly when I get up in the morning everybody in the house is already in action. By now five permanent employees are working at HWF-Thailand. An office full of lady power! Added have been two Thai assistants for the accounting and management for Chaung Ku (Karen-woman) and Ann, who has just brought to birth her little baby four months ago. But this doesn’t stop her to continue working energetically. Furthermore I recognised some mentionable changes.
The project school kitchen, which wasn’t yet installed in March of this year, is now getting up to speed. Every day refugees prepare food for approx. 1600 students from the different refugee schools. That’s a big effort of organisation. Therefore has been employed another Thai woman who takes responsibility of the purchase and the accounting. A water filter system has been bought by HWF and it’s a part of the kitchen installation. Now the HWF-schools are able to get directly fresh drinking water without buying it from Thai companies. Also the tasks of maintain the filter system gets assumed by refugees.
In the same building of the kitchen you’ll find the sewing workshop, which is used for producing school uniforms made by refugees for refugees. Pi Wat is responsible for this workshop. She’s also a very talented Thai woman and takes care of the purchase of materials, accounting and the maintenance of the stitching machine. 
The school kitchen, the filter system and the sewing workshop are all income generations. Basically it’s a employment-creation measure for the refugees and behind that you can find the the same concept like it’s for the school bag program: Refugees help refugees.
This week I came with my schoolbag to the sewing workshop and Chaung Ku the introduction that I made for the sewers into Burmese, Karen and also Thai. Fortunately I got a good and optimistic feedback. Indeed the sewing workshop is very busy at the moment and they have very little time, because the rest of the 300 ordered school uniforms have to be finished until the end of the week. The cutting, sewing and stitching means quite a lot work for five workers. But when I feel the working atmosphere, the slack laughter of the people who are working there, I don’t see a reason why they shouldn’t can finish their work in time. 
To make the school bag program become realized we need a special sewing machine that sews thick materials like PVC-Canvas. This afternoon I went, as always with my translator, in a workshop in Mae Sot that repair used sewing machines from the industry. There we found the right machine. Now it takes a few days to make until it is ready to use. Furthermore there is some other shopping to do, like the acquirement of a sanding machine and a hand saw for the bamboo.

On the pictures you can get a impression of the school kitchen, a Karen-woman sewing a school uniform and a some used but still potential sewing machines.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Nägel mit Köpfen – Trip Nr. 2


Am 7. Oktober bin ich erneut für einen Monat nach Thailand gereist um mit der Realisierung des Projekts zu beginnen. 
 
Ziel ist der Aufbau einer kleinen Werkstatt für die Herstellung von Schulranzen, in welcher Flüchtlinge eine sinnvolle Beschäftigung sowie ein kleines Einkommen erhalten. 
 
Inzwischen hat „Helfen ohne Grenzen“ ein kleines Budget auf die Beine gestellt um die Verwirklichung des Projekts zu ermöglichen.

Freitag, 1. August 2008

Presse-Echo

Nach der Präsentation von RESATCH an der Uni Bozen wurde am Donnerstag den 25. Juli das Projekt in den Räumen der Fakultät für Design und Künste ausgestellt. Zu diesem Event kamen Freunde und Bekannte, sowie interessierte Journalisten und Fotografen. 
 
Hier sind drei Presseberichte über das Projekt zu sehen, welche am 24. Juli 2008 erschienen:

Mittwoch, 30. Juli 2008

RESATCH - A school bag program for refugees



Lässt sich Entwicklungszusammenarbeit und Design verbinden?

 

Ausgehend von dieser Fragestellung begann im Winter 2008 eine Reise nach Südost-Asien. In Zusammenarbeit mit der Südtiroler Hilfsorganisation Helfen ohne Grenzen entwickelte Max Stürzer ein Designkonzept einer wasserfesten  Schultasche für Flüchtlingskinder in Burma. Für eine profunde Recherche begab er sich für einen Monat an die burmesische Grenze nach Mae Sot/Thailand. Dort besuchte er Flüchtlingslager und -schulen und setzte sich intensiv mit der Situation der im Exil lebenden Flüchtlinge auseinander. In direkter Kooperation mit geflüchteten Lehrern und Schülern aus Burma entstand ein wasserfester Schulranzen, dessen Marke „Made in Thailand“ für das ganzheitliche Konzept steht: Flüchtlinge helfen Flüchtlingen, indem sie die Herstellung des Produkts selbst übernehmen können. Für die in der Produktion tätigen Flüchtlinge werden eine Beschäftigung sowie ein kleines Einkommen generiert. Die Schüler erhalten ein wasserfestes Tragesystem, was besonders in der Regenzeit von Bedeutung ist und somit die Lebensdauer der Schulmaterialien nachhaltig verlängert. Im Falle einer Beschädigung des Objekts ist eine Instandsetzung mit heimischen Materialien vor Ort für jeden leicht möglich. Die Schulranzen werden aus Spenden finanziert, daher bleiben den Familien Kosten erspart.

Für die Schulranzenherstellung werden fünf verschiedene Materialien verwendet:


 

 

 

 1. Bambus ist ein lokales Grass welches eine flexible und leichte Konstruktion erlaubt

2. Baumwolle ist ein lokales Produkt und wird unter anderem von Frauen in den Flüchtlingslagern von Hand gewebt.

3. PVC-Gewebe ist wasserdicht und in Thailand kaufbar aufgrund der vorhandenen Textilindustrie.

4. Schnurelemente sind auswechselbar mit jeder Art von Faser wie z.B. geflochtenem Bambus, Leder, Baumwolle

5. Nylonbänder sind sehr robust und haben eine lange Lebensdauer.

Der nächste Schritt ist die Umsetzung des Projektes vor Ort. Dafür wird Max im Oktober 2008 wieder nach Mae Sot reisen und zusammen mit Helfen ohne Grenzen die Schulung der Flüchtlinge beginnen. 

Donnerstag, 24. Juli 2008

Diplorama – Präsentation & Ausstellung an der Freien Universität Bozen


„Einem Freund schenkt man keinen Fisch,

sondern bringt man ihm bei wie man angelt.“