Freitag, 1. August 2008
Presse-Echo
Mittwoch, 30. Juli 2008
RESATCH - A school bag program for refugees

Lässt sich Entwicklungszusammenarbeit und Design verbinden?
Ausgehend von dieser Fragestellung begann im Winter 2008 eine Reise nach Südost-Asien. In Zusammenarbeit mit der Südtiroler Hilfsorganisation Helfen ohne Grenzen entwickelte Max Stürzer ein Designkonzept einer wasserfesten Schultasche für Flüchtlingskinder in Burma. Für eine profunde Recherche begab er sich für einen Monat an die burmesische Grenze nach Mae Sot/Thailand. Dort besuchte er Flüchtlingslager und -schulen und setzte sich intensiv mit der Situation der im Exil lebenden Flüchtlinge auseinander. In direkter Kooperation mit geflüchteten Lehrern und Schülern aus Burma entstand ein wasserfester Schulranzen, dessen Marke „Made in Thailand“ für das ganzheitliche Konzept steht: Flüchtlinge helfen Flüchtlingen, indem sie die Herstellung des Produkts selbst übernehmen können. Für die in der Produktion tätigen Flüchtlinge werden eine Beschäftigung sowie ein kleines Einkommen generiert. Die Schüler erhalten ein wasserfestes Tragesystem, was besonders in der Regenzeit von Bedeutung ist und somit die Lebensdauer der Schulmaterialien nachhaltig verlängert. Im Falle einer Beschädigung des Objekts ist eine Instandsetzung mit heimischen Materialien vor Ort für jeden leicht möglich. Die Schulranzen werden aus Spenden finanziert, daher bleiben den Familien Kosten erspart.
Für die Schulranzenherstellung werden fünf verschiedene Materialien verwendet:

1. Bambus ist ein lokales Grass welches eine flexible und leichte Konstruktion erlaubt
2. Baumwolle ist ein lokales Produkt und wird unter anderem von Frauen in den Flüchtlingslagern von Hand gewebt.
3. PVC-Gewebe ist wasserdicht und in Thailand kaufbar aufgrund der vorhandenen Textilindustrie.
4. Schnurelemente sind auswechselbar mit jeder Art von Faser wie z.B. geflochtenem Bambus, Leder, Baumwolle
5. Nylonbänder sind sehr robust und haben eine lange Lebensdauer.
Der nächste Schritt ist die Umsetzung des Projektes vor Ort. Dafür wird Max im Oktober 2008 wieder nach Mae Sot reisen und zusammen mit Helfen ohne Grenzen die Schulung der Flüchtlinge beginnen.

Donnerstag, 24. Juli 2008
Samstag, 19. Juli 2008
Freitag, 27. Juni 2008
Bald ist es soweit

Mittwoch, 18. Juni 2008
Fotoshooting

Heute habe mich meinen Prototyp per Kurierservice nach Mae Sot/Thailand geschickt. Kommende Woche wird er dort bei Helfen ohne Grenzen ankommen ankommen und Lena [Projektmanager von HOG] wird Fotos von der Schultasche im Einsatz machen.
Freitag, 13. Juni 2008
Unter die Lupe

Gestern habe ich mich mit der Bozner Schneiderin Maria Seppi getroffen. Dabei habe ich ihr meinen Schulranzenentwurf und die Verarbeitungstechnik gezeigt und sie nach Tipps und Tricks vom Fachmann gefragt.
Dienstag, 20. Mai 2008
Einladung bei McNeil

Vergangene Woche habe ich meine Bastelecke von Bozen nach Frankfurt/Hainburg verlagert. Nach ein paar Telefonaten und Emails war der deutsche Schulranzenhersteller „McNeil“ so freundlich mich zu ihrer Zentrale in Hessen einzuladen. Thorsten Krause, der Firmengründer stand mir mit seiner über 30 jährigen Erfahrung als Feintäschnermeister und langjähriger Geschäftsleiter einen ganzen Nachmittag zur Verfügung. Ich erklärte ihm mein Projekt und wir diskutierten über die Realisierung sowie Möglichkeiten der Produktionserleichterung. Das technische Know-How was mir Herr Krause vermitteln konnte, ist sehr wertvoll für meine weiteren Schritte. Dazu kam, dass im Gespräch mit ihm eine ganze Reihe an Fragen auftraten, die es wert sind beantwortet zu werden. Zurück mit vielen Kniffen und Tricks aus der Feintäschnerkiste bin ich nach Bozen um mich wieder dem „Basteln“ zuzuwenden.
Donnerstag, 8. Mai 2008
Nachrichten aus Burma

Das Ausmaß der Tragödie, die der Zyklon in Burma angerichtet hat, ist unvorstellbar. Die wenigen Bilder und Informationen, die zu uns dringen, geben nur ein beschränktes Abbild der Wirklichkeit wieder. Die Opferzahl liegt sehr wahrscheinlich über der Zahl von 100.000 Menschen. Das entspricht der Einwohnerzahl einer Stadt wie Bozen oder Innsbruck. Ein Gebiet größer als Österreich ist verwüstet, – kaputt. Millionen Menschen stehen vor dem Nichts, sind auf sich alleine gestellt; Hilfe erhalten sie keine oder nur zu Propagandazwecken des Regimes.
Die Militärregierung hat die Menschen weder gewarnt, noch helfen die Generäle den Millionen Obdachlosen, Verletzten, Hungernden, Sterbenden. Die wenigen Aktionen werden alleine für die Kameras gemacht, um eventuellen Protestaktionen vorzubeugen. Zudem behindern die Militärs die Hilfsorganisationen vor Ort, untersagen den Zugang zu bestimmten Gebieten, vor allem der Minderheiten, und verzögern auch die Ankunft von Helfern und Hilfsgütern aus dem Ausland.
Vor Ort ist die Versorgungslage nahezu aussichtslos. Die Infrastrukturen, Straßen und Kommunikationswege sind beinahe komplett zerstört. Es gibt weder genügend Reis noch andere Hilfsgüter, von Medikamenten ganz zu schweigen. Alles muss aus dem Ausland herangeschafft werden, wenn es die Generäle zulassen (bis zum aktuellen Zeitpunkt wurde nur wenigen Flugzeugen die Landeerlaubnis erteilt. Visa‘s für Helfer werden nur zögerlich, wenn überhaupt, ausgestellt). Es ist davon auszugehen, dass auch in nächster Zeit die Verteilung nicht nach Notwendigkeit, sondern nur nach Gutdünken der Militärs und nach vorheriger Bezahlung von Bestechungsgeldern in ausgewählten Gebieten erfolgen kann (wir beziehen uns dabei auf eine Aussendung der UNO). Es ist daher mit neuen Flüchtlingsströmen Richtung Grenze zu rechnen, wo Helfen ohne Grenzen bereits Projekte für die Flüchtlinge betreibt und sich auf die Ankunft der Hilfsbedürftigen vorbereitet. Das Büro in Mae Sot arbeitet an Einsatzszenarien, der Vorsitzende Benno Röggla bricht dieser Tage nach Thailand auf. Da die Gefahr von Unruhen als Folge der unterlassenen Hilfeleistungen sehr hoch ist, müssen wir rechnen, dass dieser Flüchtlingsstrom ebenfalls alle Erwartungen übertreffen kann.
(Auszug aus der „Helfen ohne Grenzen“-Rundmail vom 8. Mai 2008)
Dienstag, 29. April 2008
Bastelecke Uni Bozen
